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…and that by robert m*

Der ganz normale Behördenwahnsinn

Als jemand, der öfters mit Behörden zu tun hat, ist man ja vieles gewohnt. In einer Nachlassangelegenheit musste ich Auskünfte bei der zuständigen Abteilung eines Amtsgerichtes einholen.

Da mir kein Aktenzeichen vorlag, versuchte ich es über die zentrale Telefonnummer der Abteilung. Beim ersten Versuch ging keiner ans Telefon. Beim zweiten Versuch meldete sich schließlich eine Dame. Ich nannte ihr die Angelegenheit, worauf ich zu hören bekam, sie sei da nicht zuständig, sie werde mich weiterverbinden. Nach einer Weile in der Warteschleife meldete sich schließlich die nächste Dame. Sie sei da auch nicht zuständig, aber vielleicht könne sie mir ja helfen.

Nachdem wir das Aktenzeichen herausgefunden hatten, begab sie sich auf die Suche nach der Akte. Als sie dann nach zwei Minuten wieder am Telefon war, vermeldete sie:

„Tut mir leid, die Akte habe ich nicht gefunden. Es ist aber auch nicht mein Zuständigkeitsbereich. Am besten sprechen sie mal mit der zuständigen Bearbeiterin. Ich gebe Ihnen mal die Durchwahl: ….“

Nachdem sie mir die Durchwahl gegeben hatte, fiel ihr ein, dass die Kollegin im Urlaub ist: „Oh tut mir leid. Die ist ja noch im Urlaub. Ich gebe Ihnen mal die Nummer der Vertretung:…

Daraufhin fiel ihr dann schließlich auf, dass auch die Vertretung derzeit nicht da sei. Meine Frage nach einer Vertretung für die Vertretung beantwortete sie mit: „Tut mir leid, aber ich kann Ihnen leider gerade nicht sagen, wer die Vertreterin der Vertretung ist.

Ich sah auf einem Schreiben des Gerichts, dass die Mitarbeitern des Gerichts Soundso ein Schreiben erstellt hatte, und fragte, ob diese in der Sache auch zuständig sei. Daraufhin die Dame am Telefon: „Oh ja. Warten Sie. Ich gebe Ihnen mal deren Durchwahl:… Nachdem sie mir die Durchwahl gegeben hatte, fiel ihr auf: „Oh, da fällt mir gerade auf, die ist zur Zeit für den Publikumsverkehr zuständig und daher auch nicht telefonisch zu erreichen.“ Versuchen sie doch einfach morgen nochmal mich anzurufen, vielleicht weiß ich dann, wer die Vertreterin der Vertretung ist, ja.“

Daraufhin fragte ich sie nach ihrer Durchwahl, da ich ja zu ihr weitergeleitet worden war. Die gab sie mir auch und ich bedankte mich noch für die Aukünfte. Dann war das Gespräch zuende.

Auf meinem Zettel standen 4 Durchwahlen. Unter 3 Nummern ist in nächster Zeit keiner erreichbar. Und bei der Nummer, unter der jemand erreichbar ist, handelt es sich um eine nicht zuständige Dame, die mir erstmal nicht weiterhelfen konnte.

In diesen Momenten muss ich zwangsläufig immer an den Film „Asterix erobert Rom“ denken, in dem Asterix und Obelix die Aufgabe meistern müssen, den Passierschein A38 zu bekommen. Wer diese Szene kennt, weiß was ich meine.

Autor: Robert

Hallo, mein Name ist Robert. Ich bin Amateur-Blogger, Volljurist, wohne in Düsseldorf und schreibe hier kreuz und quer über alles, was ich erlebe und entdecke.

Ein Kommentar

  1. Hallo Robert,

    ich habe in Duesseldorf am 5.8.2004 geheiratet. Zu diesem Zwecke musste ich 19 (in Worten neunzehn) unterschiedliche Büros aufsuchen. Ich habe nach dem 6 Büro eine Strichliste geführt. Das Highlight war der Kampf um meine Geburtsurkunde, welche zum Stichtage gerade ein paar Tage !!! abgelaufen ???!!!?? war. Dazu musste ich dann nach Krefeld fahren, da man in Düsseldorf nicht in der Lage war, über Behördenhilfe diese zu beschaffen.
    (In Krefeld dagegen musste ich nur 2 Büros aufsuchen!)
    Auch ich habe damals an das Haus, das Verrückte macht, gedacht.

    Fazit: Es geht immer noch schlimmer.

    Gruß Helmut

    P.S.

    Contipark und Konsorten haben inzwischen aufgegeben.
    Ich würde gerne die gesammelte Korrespondenz veröffentlichen, weiß aber nicht, ob ich dabei eventuell juristische Probleme wegen des Urheberechts, übler Nachrede, Geschäftsschädigung und ähnliches bekommen kann, da in unserem Staat die Interessen dieser … im Gegensatz zu den Interessen des Verbrauchers und Bürgers immer geschützt sind