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…and that by robert m*

10. September 2010
von Robert
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Herbstgebäck

Wie jedes Jahr in den ersten Tagen des jungen Septembers. Ich komme nach Hause. Die Frau auch. Strahlend hält sie etwas in der Hand, während sie verkündet: „Schau mal, was ich mitgebracht habe! – Ich liebe sie! – Endlich gibt es sie wieder!“

Und so sitze ich bereits am 2. September wieder mit Lebkuchen in der Hand in meiner Küche und überlege, ob es wohl nochmal mehr als 2 Tage am Stück Sonnenschein ohne Wolken geben wird dieses Jahr…

20. August 2010
von Robert
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Freitag Fischtag

Freitags gibt es Fisch! Das war schon immer so. Und das wird vermutlich auch immer so bleiben. Zumindest in den Kantinen. Jede Kantine, die ich bisher in meinem Leben besucht habe, hat Freitags Fisch serviert.

Aber keiner ist diesem Gebot so strikt und konsequent gefolgt, wie mein aktueller Arbeitgeber. So steht in der dortigen Kantine heute, am Freitag auf dem Speiseplan: Paniertes Seelachsfilet, Heringsfilettöpfchen „Hausfrauen Art“ und gekochtes Pangasiusfilet. – Da sieht man die Kantine vor lauter Fisch nicht mehr.

Doch einen Lichtblick für die unchristlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie mich, bietet der Speiseplan: das Schweinerückenschnitzel „Puszta Art“ mit Paprika, Zwiebeln und Pommes.

So. Jetzt habe ich Hunger und es wird erst mal in die Kantine essen gegangen. Was könnt ihr euch jetzt ja sicherlich denken.

Zur Information: Freitag ist der Todestag von Jesus Christus und damit Fastentag. Fleisch durfte an Fastentagen nicht gegessen werden. Fisch zählt nach antiken Vorstellungen aber nicht zum Fleisch.

2. August 2010
von Robert
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Beamtendeutsch

Seit heute werde ich für die nächsten 3 Monate in einer Einrichtung des öffentlichen Rechts arbeiten. Man könnte also sagen: in einer Behörde. (Welche, lasse ich hier mal bewusst offen). Heute an meinem ersten Tag wurde ich erstmal über die Bedeutung von gewissen Wörtern in der Beamtenwelt aufgeklärt.

Ich bekam eine Aufgabe, die ich „zeitnah“ erledigen sollte. Also lag am späten Nachmittag die Arbeit auf dem Tisch meiner Chefin. Daraufhin kam diese in mein Büro, lobte meine Arbeit und sagte dann zu mir:

„Sie arbeiten ja jetzt zum ersten Mal in einer öffentlichen Einrichtung. Deshalb möchte ich ihnen noch etwas erklären. Wenn sie eine Aufgabe „Sofort“ erledigen sollen, haben sie „3 Tage“ Zeit. Wenn sie etwas „zeitnah“ erledigen sollen, bedeutet das „in einer Woche“. Und wenn sie eine Aufgabe „ohne Zeitvorgabe“ zu erledigen haben, dann haben sie „3 Wochen“ Zeit.

„Nun gut“, dachte ich mir, als sie mein Büro verlassen hatte, und ging erstmal zu einem Kollegen rüber Kaffee trinken.

Willkommen in der Beamtenwelt!

31. Juli 2010
von Robert
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Loveparade-Tragödie

Ich will mich ja nicht aufregen. Aber da komme ich aus meiner wohlverdienten Sommerpause zurück und höre beim samstäglichen Frühstück gemütlich Radio…und dann das: Es gibt nur ein Thema. Loveparade-Tragödie…Trauergottesdienst…Loveparade-Tragödie.

Klar. Es sind 21 Menschen gestorben und das ist schlimm. Aber so viele sterben auch jeden Tag auf Deutschlands Autobahnen (behaupte ich jetzt mal).

Und wenn ich dann wieder meinen Arbeitsplatz besuche und vor dem Gebäude die deutsche und die nordrhein-westfälische Flagge auf Halbmast wehen sehe, dann weiß ich: irgendwas stimmt da nicht.

(Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich sowieso aufrege, dass ich die deutsche und die nordrhein-westfälische Flagge dort immer nur auf Halbmast im Trauerfall sehe und sonst nie.)

Naja. Aber schön, wieder hier zu sein!

P.S.: Dämlichstes Zitat in dem Zusammenhang aus dem Trauergottedienst: „Die Loveparade wurde zum Totentanz“

23. Juni 2010
von Robert
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Düsseldorf?

Ich rufe bei einem großen Mobilfunkunternehmen an. Der Callcenter-Mitarbeiter fragt nach meinem Legitimationskennwort. Da habe ich kein einfaches gewählt. Es ist eine zufällige Reihenfolge von Buchstaben und Zahlen. Eben kein „1234“ oder „Mein zweiter Vorname“ oder „Name meiner Tochter“ – Passwort.

Das hat mir schon oft die erstaunte Frage eingehandelt: „Sie haben mit Informatik zu tun, richtig?“. Nein, nicht richtig. Sicherheitsaskepte.

Meistens läuft es so ab, wenn ich bei dem Callcenter des Mobilfunkunternehmens anrufe: Ich rufe an. Sage mein Kennwort auf. Ich habe das Gefühl, die Mitarbeiterin vergleicht es nur mit dem, dass ihr sowieso angezeigt wird. Und fertig. Keine großen Probleme.

Aber manchmal führt es halt doch zu Problemen. So auch in diesem Gespräch gestern:

Mitarbeiter: „Sind sie …(Name)… aus Düsseldorf, Straße soundso“

Ich: „Ja. Der bin ich.“

Mitarbeiter: „Ihr Legitimationskennwort bräuchte ich dann bitte noch“

Ich: „Ok. Ich buchstabiere es ihnen. A…V“

Mitarbeiter: „A…U…“

Ich: „Nein. A…V…“

Er: „A…O?“

Ich:“ Nein. A…V(lauter)“

Er: „A…V?“

Ich: „Richtig….Also…A…V….S…C….F“

Er: „A…V…S…E…S ?“

Ich (schon etwas verärgert, wiederhole langsam, laut und deutlich): „Nein. A…V….S……C……F“

Er (wiederholt langsam): „A…V…S…C…E.. F?“

Ich (etwas ungläubig und schon langsam an einen Sketch aus einer dieser schlechten Comedy-Sendungen im Fernsehen erinnert): „Nein. Ok. Versuchen wir das anders. A wie Anton.“

Er: „Ok. A.“

Ich: „V wie Vogel.“

Er: „Ok. A…V…

Ich: „S wie Stadt“

Er: „A…V…Düsseldorf…“

Ich (am Ende mit den Nerven): „Nein. Das ist falsch. Also tut mir leid. Aber so kommen wir hier nicht weiter.“

Er: „Wie? Also es tut mir leid. Aber ich verstehe sie nicht so gut.“

Ich: „Ich sie aber schon. Dann müssen sie mir doch gleich sagen, dass sie mich nicht verstehen. Gut, dann lege ich jetzt auf. Das macht dann ja keinen Sinn.“

Er (klingt ernsthaft besorgt): „Aber dann kann ich ihnen jetzt auch nicht bei ihrem Problem helfen.“

Ich (freundlich): „Nein. Das können sie jetzt glaube ich auch nicht. Auf Wiederhören. Schönen Tag noch.“

Er: „Danke. Ihnen auch. Auf Wiederhören.“

15. Juni 2010
von Robert
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Lehrer = Opfer

Im Zug nach Kleve fahren oft Schüler mit. Vor kurzem konnte ich eine junge Schülerin im Brustton voller Überzeugung sagen hören:

„Wie kann man Lehrer werden? Man weiß doch, dass man Opfer wird.“

Da musste ich an all die armen Freundinnen von mir denken, die sich für diesen Beruf entschieden haben.

8. Juni 2010
von Robert
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Email an mich

Diesen Satz konnte ich heute in einer Email lesen, die über das Kontaktformular meiner Seite an mich geschrieben wurde:

zufällig bin ich auf Ihre Website gestoßen und habe gesehen, dass Sie viele Partys für Studenten veranstalten.

Stimmt. Das tue ich. Regelmäßig. Nicht. 🙂

2. Juni 2010
von Robert
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Painted Houses D-town

Mit der Zeit ist mir mal aufgefallen, wie viele bemalte Häuser es in Düsseldorf gibt. Das hat mich so sehr fasziniert, dass ich angefangen habe, sie bei Gelegenheit zu fotografieren.

Auch auf die Gefahr hin, dass sich das hier zu einem Foto-Blog entwickelt, hier mal alle Bilder von bemalten Häusern, die ich bislang machen konnte. Fotografie ist nunmal eben mein Hobby 🙂

Die Galerie werde ich in Zukunft natürlich ständig erweitern.

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